Dienstag, 31. März 2015

Aufstand der Couchpotatoes

Jaaaa Richtig! Ich treibe Sport und zwar seit kurzem. Ich bin selber noch total überwältigt davon, dass ich damit begonnen habe. Leicht wars zu Anfang nicht, mich dazu aufzuraffen. Aber dann hab ich es einfach an einem Montag vor drei Wochen getan: Ich bin losgelaufen - so wie Forrest Gump, bloß nicht so schnell :-)

Joggen wäre eigentlich nicht die erste Wahl, wenn ich eine Sportart wählen müsste. Doch gerade hier wollte ich etwas "minimalistischer" an die Sache rangehen und nicht so viel investieren in Sportzubehör oder Mitgliedschaften. Nur mein Wille und meine Kraft sollen mich tragen. Ich hab ja direkt das Feld vorm Haus und von daher gab es auch hier keine billigen Ausreden mehr, dass es unmöglich wäre, hier in der Gegend Sport zu treiben. 
Joggen fiel mir immer sehr schwer. Mir fehlte jegliche Ausdauer und noch dazu lief ich anscheinend mit der falschen Technik. Es bereitete mir nämlich Schmerzen in Gelenken und im Nacken. Auch wenn mein Asthma es mir schwer macht, wird es kein "Wenn & Aber" geben, denn das Laufen ist meine neue Herausforderung! Selbst meine Krankheit wird mich nicht mehr davon abhalten, mir Gutes zu tun.

Früher war ich ein richtiger Sportmuffel. Ich habe nie wirklich vermittelt bekommen, regelmäßig Sport zu treiben. Das war total normal. Wenn ich mich gerne bewegt habe, dann tanzte ich. Aber auch nicht sehr ausdauernd, mal hier und da und dann wieder auch mal nicht. Natürlich kann ich jetzt nicht behaupten, dass ich auf einmal eine Sportskanone bin, aber ich bin auf dem besten Weg dahin! Ich erkenne endlich körperliche Leiden, die mit meiner "Bewegungslosigkeit" zusammenhängen. Mittlerweile sehne ich mich sogar nach einer Sonderunde "Yoga oder Streching"...oder dem Gefühl, welches man hat, wenn man sein kleines Großes Ziel erreicht hat. Die Wärme die den Körper durchfährt und der rinnende Schweiß, der dir zeigt, dass du dich selbst herausgefordert hast. 
Dieser Sport ist für mich mehr als nur "Bewegung" geworden, vor der ich mich so lange gedrückt habe. Sport richtet mich auf und belebt meinen Geist. Er macht mich beweglich und versorgt mich mit Sauerstoff bis in die letzte Faser meines Körpers. Diese Grenzerfahrung ist es, die mich antreibt weiter zu machen. Ich frage mich immer wieder aufs Neue, wie weit ich es dieses Mal schaffe. Man lernt dabei den Körper besser kennen. Man lernt mit ihm zu reden, ihn zu achten, Geduld mit ihm zu haben und ihn weiter zu bringen. 

Ich muss dazu sagen, das Jahr 2014 war nicht mein Jahr. 
Der neue Job war nicht der Richtige, hab alles schleifen lassen, hab zugenommen und wurde immer unzufriedener mit mir selber. Irgendwann musste ich die Notbremse ziehen und etwas verändern. Es war als würde ich nur noch auf der gleichen Stelle treten und nicht weiter kommen. Generell kam mir in der Letzten Zeit immer alles so vor, als würde ich nur noch in der kuscheligen Komfortzone sitzen und immer steifer, träger und fülliger werden. Es kamen so viele Unzufriedenheiten auf und diese möchte ich endlich beseitigen. Ziel ist es nämlich, nur noch die Dinge zu tun, die mich erfüllen, glücklich machen und die mich wieder lebendiger werden lassen :-)

Dazu gehört eben auch der Sport ;-)

Ich hab mich zuerst informiert, wie ich denn am Besten beginne und habe so einen Trainingsplan für Anfänger im Netz gefunden. Da läuft man zu Anfang im "Intervall". Ich beginne mit 2 Minuten langsamen walken und dann jogge ich 2 Minuten. Und dieses Intervall wiederhole ich dann 7 Mal. Und am Ende gibts noch ein 5 minütiges Abkühlen - sprich langsames laufen. Die Zahl und Dauer der Intervalle kann man dann steigern mit der Zeit. Ich denke, dass es dann soweit ist, wenn man diese 7 Intervalle richtig gut laufen kann und man merkt, das man jetzt doch noch 1-2 dran hängen könnte. Und dann steigert man das. Irgendwann würde ich die Intervalle, in denen ich "jogge", länger laufen lassen und die langsamen verkürzen. So schaffe ich irgendwann dann die Zeit ganz durchzujoggen. Wenn man dann irgendwann richtig durchjoggen kann, kann man sich auch noch verbessern indem man Sprint-Intervalle einbaut. Das soll sogar effektiver sein, weil es nicht eintönig ist und es die Fettpolster noch besser schmelzen lässt. 


Nachdem ich gejoggt habe, mache ich noch meine Körperübungen. Ich habe einen tollen Channel bei youtube gefunden, den ich absolut empfehlen kann.  Ich mache da derzeit das Programm "Fit in 4 Wochen" mit und bin total begeistert. Die Übungen werden verständlich erklärt und machen Spaß. Die Zeit ist auch passabel. Die Übungen dauern meist nicht länger als 20 Minuten. Bei den Yogaworkouts kommt das nicht immer hin. Die übersteigen dann auch mal die 30 Minuten. Doch das ist meiner Meinung nicht so schlimm, weil mir Yoga total viel Spaß macht und mir noch mehr Endorphine durch die Zellen jagt :-) 

Hier findet ihr die beiden Channel bei Youtube:

Happy and Fit Fitness 
Happy and Fit Yoga

Mein Training sieht derzeit so aus, dass ich 3 x pro Woche jogge. Danach arbeite ich das "Fit in 4 Wochen"- Programm durch inklusive zwei Tagen Ruhepause. Als Yoga Ungeübte mache ich natürlich die Anfängerprogramme. Meine Lieblingsworkouts sind "Hip-Opener", Intensiv Stretch Anfänger & Schulter-Nacken Übungen. Ich trainiere im Prinzip jeden Tag außer Mittwoch und Sonntag. Das ist sehr wichtig, damit die Muskeln sich regenerieren können.

Ich wiege mich nur einmal die Woche. An meinem Körpergewicht hänge ich mich nicht auf. Das ist zwar schön, wenn ich abgenommen habe, aber die größten Erfolge sieht man, wenn man die Körpermaße misst. Dazu nehme ich mein Maßband und messe den Umfang von:
  • Brust
  • Taille
  • Bauch
  • Po/Hüfte
  • Oberschenkel
  • Oberarme
Ich habe mir inzwischen eine Tabelle in Excel erstellt und habe somit meine Maße und mein Gewicht im Überblick. Das mache ich unabhängig schon seit 2009 so ;-) Mein höchstes Gewicht lag mal bei 90 kg und seit 2009 hatte ich 28 kg abgenommen. Ich habe 2014 wieder zugenommen und bin wieder 6 Kilo von meinem früheren Zielgewicht entfernt. Das wird diesesmal ein Klacks sein, denn damals habe ich nur über die Ernährung abgenommen und heute kommt der Sport noch hinzu. Mein Zielgewicht ist nicht genau definiert. Ich liege derzeit bei 68 kg und peile die 58kg an. Das war früher so mein Wohlfühlgewicht. Es ist aber nicht ausschlaggebend für mich, denn der Sport dient dazu fitter und beweglicher zu werden. Die Abnahme ist Nebensache. 

Achja, ich mache jede Woche Fotos von mir aus unterschiedlichen Perspektiven, damit ich sehen kann, wie meine Haltung sich mit der Zeit verbessert hat und natürlich auch meine Figur an sich ;-)

Ich freue mich schon auf meine Erfolge in der Zukunft! 

Vielleicht wollt ihr euch ja anschließen?! Mich würde es freuen, wenn ich noch mehr Couchpotatoes zum Sport animieren könnte :-)

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